Notenköpfe

RONDO Das Klassik- & Jazz-Magazin

„Ein Märchen in Namibia“ – Der Geiger Enrico Palascino

29.11.2024 55 min

Zusammenfassung & Show Notes

Als der italienische Geiger Enrico Palascino 2016 nach Namibia zog, entstand eine Vision: Musik als Werkzeug der Förderung und Inspiration für benachteiligte Kinder. Im Gespräch mit Mario-Felix Vogt erzählt er von der Begeisterung, die die Aufführungen von „Peter und der Wolf“ durch RSB-Musiker auslösten, und erklärt, warum es ihm in Namibia weniger um die Vermittlung westlicher Kunstmusik geht, sondern darum, die Kinder für ihre eigene musikalische Tradition zu begeistern und ihnen Wege aufzuzeigen, diese auf Instrumenten auszudrücken.

+++

Für YONA spenden
Ihr wollt das Projekt „Ein Märchen in Namibia“ unterstützen? Auf der Website von YONA erfahrt ihr, welche Möglichkeiten es dafür gibt.

Weitere Informationen zu dem Projekt findet ihr auch auf Facebook und auf Instagram.

+++

Enrico Palascino, 1982 in Turin geboren, studierte Geige u. a. bei Valeri Gradow und Stephan Picard. Seit 2011 ist er Mitglied des Rundfunk-Sinfonieorchesters Berlin (RSB). 2016 gründete er in Windhoek (Namibia) die Musikschule YONA und war an der Neugründung des Namibian National Symphony Orchestra beteiligt, wo er Konzerte organisierte, Volkslieder arrangierte und die klassische Musik förderte. Nach seiner Rückkehr 2018 blieb er den Projekten verbunden, etwa der ersten namibischen Oper „Chief Hijangua“, die 2023 im Haus des Rundfunks in Berlin aufgeführt wurde. 2025 folgt „Ein Märchen in Namibia“ von Eslon Hindundu, das unter Beteiligung zahlreicher namibischer Kinder entsteht und deren kreative Beiträge einfließen.

Als der italienische Geiger Enrico Palascino 2016 nach Namibia zog, entstand eine Vision: Musik als Werkzeug der Förderung und Inspiration für benachteiligte Kinder. Im Gespräch mit Mario-Felix Vogt erzählt er von der Begeisterung, die die Aufführungen von „Peter und der Wolf“ durch RSB-Musiker auslösten, und erklärt, warum es ihm in Namibia weniger um die Vermittlung westlicher Kunstmusik geht, sondern darum, die Kinder für ihre eigene musikalische Tradition zu begeistern und ihnen Wege aufzuzeigen, diese auf Instrumenten auszudrücken.

+++

Für YONA spenden
Ihr wollt das Projekt „Ein Märchen in Namibia“ unterstützen? Auf der Website von YONA erfahrt ihr, welche Möglichkeiten es dafür gibt.

Ihr könnt auch direkt spenden an
Deutsch-Namibische Gesellschaft e.V.
Commerzbank Düsseldorf.
IBAN: DE48 3008 0000 0211 3508 00
BIC: DRESDEFF300.
Verwendungszweck: YONA

Weitere Informationen zu dem Projekt findet ihr auch auf Facebook und auf Instagram.

+++

Enrico Palascino, 1982 in Turin geboren, studierte Geige u. a. bei Valeri Gradow und Stephan Picard. Seit 2011 ist er Mitglied des Rundfunk-Sinfonieorchesters Berlin (RSB). 2016 gründete er in Windhoek (Namibia) die Musikschule YONA und war an der Neugründung des Namibian National Symphony Orchestra beteiligt, wo er Konzerte organisierte, Volkslieder arrangierte und die klassische Musik förderte. Nach seiner Rückkehr 2018 blieb er den Projekten verbunden, etwa der ersten namibischen Oper „Chief Hijangua“, die 2023 im Haus des Rundfunks in Berlin aufgeführt wurde. 2025 folgt „Ein Märchen in Namibia“ von Eslon Hindundu, das unter Beteiligung zahlreicher namibischer Kinder entsteht und deren kreative Beiträge einfließen.

+++

Weitere spannende Themen aus der Welt von Klassik und Jazz findet Ihr auf unserer Website. Die Playlist unseres Podcasts mit der Musik unserer Gäste findet Ihr auf Spotify.

Wir freuen uns, wenn Ihr den Podcast abonniert, dann verpasst Ihr keine Folge. Bei Fragen und Anregungen kontaktiert uns gerne über Instagram oder Facebook!

+++

Redaktion und Moderation: Mario-Felix Vogt
Ausführende Produzentin: Verena von der Goltz
Aufnahme und Postproduktion: Robert Niemeyer
Online-Redaktion und Backoffice: Mario Felix Vogt
Musik: Markus Zierhofer
Voiceover: Paul Sies

Transkript

Voiceover
00:00:00
Notenköpfe. Da ist Musik im Gespräch. Ein Rondo-Podcast. Heute für euch da: Mario Felix Vogt.
Mario
00:00:21
In europäischen Breiten ist es normal, dass Kinder ein Instrument lernen und gelegentlich mit ihren Eltern ein Konzert mit Werken von Bach, Mozart oder Beethoven besuchen. Ganz anders sieht es in Afrika aus. Dort scheitert es zumeist am Geld, dass Kinder Geigen- oder Flötenunterricht bekommen und auch Konzerte in den wenigen Konzerthäusern der Metropolen sind für die meisten Menschen einfach unerschwinglich. Doch glücklicherweise gibt es Initiativen, die sich dafür einsetzen, dass afrikanische Kinder in Kontakt mit Musik kommen und auch ein Instrument lernen können. Eine dieser Initiativen ist das Projekt Ein Märchen in Namibia, das von Musikern des Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin, RSB, gestaltet wird. Eine wichtige Figur darin ist der Geiger Enrico Palascino, der seit 2011 beim RSB spielt und den ich heute ganz herzlich im RONDO-Studio begrüßen möchte. Hallo Enrico.
Enrico
00:01:12
Hallo Mario.
Mario
00:01:12
Enrico, du bist 2016 schon für zwei Jahre nach Namibia gegangen. Wie kam es denn dazu? Was hat dich in das Land verschlagen?
Enrico
00:01:22
Ja, korrekt. Das war ein purer Zufall, weil meine Frau im Ministerium für wirtschaftliche Entwicklung und Zusammenarbeit tätig ist. Und es ist auch vorgesehen, dass so eine in ihrer Laufbahn auch im Ausland tätig wird. Deswegen haben wir uns unterhalten und geguckt, wo könnte man als Familie dann zwei, drei, vier Jahre verbringen. Und ein Länder, die in Frage kamen, war Namibia. Und dann hatten wir die Möglichkeit, 2016 dann nach Namibia alle zusammen zu leben für zwei Jahre. Also ich als sogenannte begleitender Ehepartner und meine Frau als Diplomatin in der German Embassy of Windhoek. Das war jetzt die Gelegenheit.
Mario
00:02:10
Also German Embassy, deutsche Botschaft dann in Windhoek. Was habt ihr da für eine Situation vorgefunden musikalisch? Also wie kann man sich das vorstellen? Gibt es in einer Stadt wie Windhoek, das ist ja glaube ich eine Stadt von ungefähr 400.000 bis 500.000 Einwohnern, also für afrikanische Verhältnisse schon eher kleiner eigentlich als Hauptstadt, gibt es da ein Konzerthaus, was man mit europäischen Maßstäben vergleichen könnte? Oder gibt es dort überhaupt Konzerte mit westlicher klassischer Musik? Wie kann man sich das vorstellen? Was wird da musikalisch geboten?
Enrico
00:02:49
Das ein bisschen zu einordnen. Es gibt ein Theater, wo verschiedene Veranstaltungen stattfinden. Der heißt National Theater of Namibia und in diesem Haus findet er Veranstaltungen, die nicht jetzt direkt mit Musik zu tun haben, aber es ist das Haus in Namibia, wo man, ich sage mal, so ein Konzert veranstalten könnte. Musikalisch, was ich gesehen habe und gefunden habe, war erstaunlich vielfältig. Es gibt einen College of the Arts, wo europäische Musik auch gelehrt wird, aber das hört da überhaupt nicht auf. Also die namibische musikalische Tradition hat unheimliche starke Wurzeln in der Gesungenen, in dem Chor vor allem als Medium. Das Singen hat eine unheimliche Vielfalt erreicht in Namibia, das in fast alle Schichten der Gesellschaft und nicht nur privat, sondern öffentlich benutzt wird. Es wird in der Kirche gesungen, es wird bei Hochzeiten gesungen, bei Geburtstagen, bei Familienfeiern, bei Trauerfeiern. Das Singen ist das Instrument Namibias. Und ich habe natürlich nur eine europäische Sicht und was mir unheimlich beeindruckt hat, ist, dass Musik und Bewegung sind oft untrennlich. Das heißt, diese Art, wie wir Musik zu genießen, das heißt, sich hinzusetzen, Augen zu machen und ein tolles Konzert einfach nur mit den Ohren zu lauschen, ist oft da mit Skepsis gesehen. weil eigentlich Musik erleben bedeutet in Namibia oft mitmachen zu dürfen und ich habe oft in Konzerte auch mitgemacht wo die Leute wurden aufgeführt aufzustehen und zu tanzen und das war oft in einer Kirche wo diese Konzerte oft stattfinden weil das national Theater ist einfach zu teuer und Leute können sich nicht leisten für seine normalen Veranstaltungen und die Kirchen sind sehr in diesem Bereich sind sehr großzügig und lassen die einfach für ein Wochenende am Abend ihre Saal frei und die Leute dann werden aufgefordert, dann aufzustehen und mitzusingen oder mitzutanzen. Und als Musiker habe ich zum ersten Mal verstanden, was wir erreicht haben, haben wir als Europäer verloren.
Mario
00:05:25
Du hast das vorhin so ausgedrückt, dass in diesem National Theater klassische Konzerte aufgeführt werden könnten. Das heißt also de facto findet dort nicht etwas statt. Also man kommt da nicht hin und hat am Samstagabend dann irgendwie ein, kann ja auch ein afrikanisches Orchester sein oder so aus Südafrika vielleicht oder ein europäisches Gastorchester. Das gibt es dort de facto nicht.
Enrico
00:05:52
Selten. Also was ich jetzt so mitbekommen habe von außen, dass eher so im Format von Shows Veranstaltungen stattgefunden haben. Das gab bestimmt eine Jazzband oder ein Chor bestimmt auch ist da aufgetreten. Es gab etwas christlich angehauchte Konzerte, wo der Musiker auch ein halt Prediger ist und eine Art musikalische Messe. Das fand ich auch interessant, ich war einmal dabei und das habe ich auch selber erlebt, aber auf der Bühne als Musiker. Und wenn man aber diese Vielfalt einfach nur, wenn man außerhalb der Hauptstadt dann betrachtet, wie die Sprachen, die eigenen Lieder, die eigene Geschichte, die Namibia zu erzählen hat, weil natürlich ist es eine Geschichte, die sehr fragmentiert ist. kommt aus sehr sehr verschiedenen Traditionen dann fängt die Musik wirklich dann interessant zu sein und was oft meine erste bedenken ist was kann ich eigentlich als europäische Musiker dazu beitragen ist warum soll eigentlich ein namibisches Kind eine geige lernen das ist so die erste frage die ich mir überhaupt bevor ich überhaupt alles angefangen haben habe ich mich gestellt wozu ich meine sie haben Instrumente sie sind wunderschön wozu und dann habe ich irgendwie verstanden dass das ein Instrument an sich ist nicht eigentlich mit einer Kultur verbunden das ist nur ein Schlüssel zu dem eigenen Kulturbereich und wenn ich diesen Schlüssel geben kann und dafür eine stimme ein Kind bekommt um ihre Lieder zu gelten, zu bringen, dann macht es Sinn. Ist egal, welches Instrument dein Kind lernt. Hauptsache, er hat eine Stimme.
Mario
00:07:39
Also man ist ja nicht gezwungen, sozusagen, das Tchaikovsky- oder Mendelssohn-Konzert auf der Geige zu spielen. Man kann einfach auch eine fünftönige Melodie spielen aus der traditionellen Musik.
Enrico
00:07:51
Absolut. Und die sind fantastisch, diese Melodie. Also wenn man einfach hört, wenn diese Kinder singen können, einfach außen nichts. Und wie sie dann vor allem diese Melodie für sie was bedeuten. Und das fand ich eigentlich für mich das Rührende, weil ehrlich gesagt, mein Interesse war nicht jetzt unbedingt Mozart beizubringen, sondern einfach nur diese Beziehung zu einem Objekt, das ihre eigene musikalische Vorstellung einfach verwirklicht. Und dieses Objekt kann eine Geige sein, kann eine Klarinette, eine Flöte. Jetzt natürlich sind europäische Instrumente, aber das bedeutet nicht, dass sie direkt mit europäischer Literatur zu tun haben. Ich meine, wenn ich eine Klarinette jetzt als Beispiel mache, als jüdische Stimme oder Jazzinstrument als Klassik, ich meine, es ist klar, es ist nur ein Mittel.
Mario
00:08:46
Du hast dann dort auch mit der Sängerin Gretel Coetzee eine Musikschule für benachteiligte Kinder in Windhoek gegründet. Wie kann man jetzt den Begriff benachteiligte Kinder verstehen? Waren das Kinder aus besonders armen Verhältnissen oder schwierigen sozialen Familienstrukturen? Oder wie ist das zu verstehen?
Enrico
00:09:10
Ja, also die Geschichte ist, dass ganz am Anfang unserer Aufenthalts in Namibia, natürlich sprach sich sofort sehr schnell, dass ein Geiger aus Deutschland gekommen ist. Und dann natürlich habe ich sofort eine Anfrage bekommen, ob ich mein Konzert mitmachen konnte. Und da habe ich Gretel Coetzee hier kennengelernt zum ersten Mal. Und sie hatte diese Vision, dieses Projekt natürlich seit langem schon in der Planung. Aber natürlich, die Lehrer sind sehr, sehr rar. nach der Anfrage, ob ich mitmachen könnte in dieser Schule, habe ich gefragt, okay, wie viele Lehrer gibt es? Und sie hat mich ganz entspannt geguckt. Na, Sie. Und dann, Kopf schütteln, habe ich gesagt, das kann wohl nicht gut gehen. Und sie ganz ruhig sagte zu mir, kommen Sie am Freitag zu mir nach Hause, wir besprechen alles und Sie werden sehen, das macht schon Sinn. Und ich als Mann eine Entwicklungshelferin, das war meine Frau, ich habe einfach nur seit Jahren über Nachhaltigkeit, Langfristigkeit, was bedeutet einfach was zu bewirken, macht das Sinn? Als ich gesehen habe, dass diese Person in der Lage war, einfach diesen Sinn zu halten, dann habe ich gesehen, dass sie einfach diesen Anfangsstoß brauchte, um anzufangen. Dann habe ich verstanden, ja, das macht Sinn, weil sie wird auch diesen Anfang dann weiterführen können. Und danach natürlich war die Frage, wo wollen wir das machen? Und oft ist es so, dass die Schule in Namibia ist, fängt sehr früh an, weil es sehr, sehr warm ist. 7 Uhr sind die Kinder in der Klasse da muss man sich kurz vorstellen bedeutet einige Kinder kommen aus kilometerweit und 7 Uhr fängt die schule an und aber 12 vor 10 ist auch fertig das bedeutet eigentlich oft die Eltern müssen zwei drei jobs machen und sind nicht vor acht fertig die Kinder bleiben von 12 Uhr bis 20 Uhr eigentlich im Hof von der Schule und sind normalerweise dann für sich. Und als Vater auch, man kann sich auch vorstellen, was bedeutet das jeden Tag und welche Einflüsse und welche Gefahren diese ganze Zeit auch allein ohne Schutz dann das birgt. Und die Idee war einfach, die Schule genau, diese Schule für benachteiligende Kinder genau da anzusetzen, wenn die, das heißt, als fast AG, also fast eine Nachmittagsbetreuung, damit die Kinder einfach einen geschützten Raum haben, weil in dieser Schule, muss man sich vorstellen, es wird nicht einfach von zwei bis sechs nur Musik unterrichtet, die Kinder machen auch Hausaufgaben. Also benachteiligt, es ist ein ganz großes Spektrum, also man muss sich nicht einfach vorstellen, ohne Kleidung und hungrig, das sind in dieser Art Bilder, die wir im Kopf haben, die als Europäer muss man lernen auch zu differenzieren. Benachteiligt für mich ist schon ein Kind, der eigentlich seine Familie nicht sieht. Die Skala ist ganz groß. Also es gibt natürlich Kinder, die überhaupt kein Geld haben, die Schule zu bezahlen. Und das bekommen sie das eigentlich, also in der Musikschule, Unterricht umsonst oder durch ein Stipendium. Andere können das. Und andere müssen zuerst die Eltern überhaupt überzeugen, dass es Sinn macht. Und das ist ein sehr, sehr spannender Moment, wo auch viele Eltern fragen, wozu sollen die Kinder jetzt Klavier lernen oder Flöte? Was bringt das?
Mario
00:12:48
Sollen die lieber auf dem Feld arbeiten später?
Enrico
00:12:50
Oder sollen sie einfach Hausaufgaben machen und sich auf die Schule konzentrieren? Was bringt das? Und dieser Moment ist auch ein ganz großer Wendepunkt. Wir haben auch ein Konzert, als wir jetzt im September 2024 waren, wir haben ein Konzert auch in Katutura gemacht. Katutura ist ein Viertel von Namibia, wo historisch gesehen wurden alle Leute hingebracht, die eigentlich man nicht in der Stadt sehen wollte. Und übersetzt ist dieser Name so ungefähr die Stadt, wo man nicht sein möchte. Also das ist wirklich ziemlich eindeutig. Und man muss sich vorstellen, es ist wirklich so ein Slums. Und da Musik zu unterrichten, wo die Kinder am Nachmittag nichts zu tun haben. Und da zum Beispiel wurden Lehrer hingeschickt, um einfach Blockflöte zu unterrichten. Wir sprechen nicht von großen Gästen, einfach nur Blockflöte. Blockflöte kostet 8 Euro. Wenn man 20, 30 davon kauft, dann kann man schon unterrichten. Man kann schon Zugang zu Musik machen. Und ich habe zum ersten Mal gesehen, warum es Sinn macht. Ich habe zum ersten Mal gesehen, Eltern, die zu ihren Kindern zum Konzert gekommen sind und die stolz waren, dass ihre Kinder namibische Lieder singen oder spielen mit der Blockflöte. Und man sieht, dass einem auf der Bühne stehen, ein Selbstbewusstsein entwickeln und eine Stolzentwicklung auch von was sie erreicht haben. Da steckt eigentlich eine ganz große Lehre und das ist eine Lehre, die grundsätzlich fast nur die Musik geben kann. Das ist die Lehre einfach nur, ich arbeite für irgendein Ziel, ich setze meine Energie dafür. Ich bin nicht allein, ich bin mit anderen Kindern zusammen. Wir erreichen das Ziel, das Ziel ist diese Vorstellung im Konzert. Ich kann stolz dafür sein. Dafür habe ich eine ganz starke Kopplung zwischen ich investiere Energie, ich arbeite dafür, aber ich bekomme auch ein Ergebnis. Und diese Art Beziehung zur Realität, statt sich einfach Illusionen aufzubauen und auf dem Boden zu bleiben, das kann Musik sehr, sehr unmittelbar darstellen. Die Eltern haben das verstanden, ihre Kinder, wenn sie da was investieren, Die können was, aber nicht nur ein bisschen. Man kann da wirklich stolz sein.
Mario
00:15:21
Ja, jetzt nochmal zur Frage der Institution Musikschule dort. Also wie kann ich mir das jetzt vorstellen? Gibt es da quasi ein festes Gebäude in der Stadt, was ihr dort gemietet habt oder gekauft habt? Und gibt es dort Klaviere zum Beispiel? Also wie man sich eben nach westlichen Maßstäben so eine Musikschule vorstellt. Gibt es dort Aufführungsräume, Übelräume? Du hast jetzt angedeutet, dass also Lehrer auch zu den Schülern kommen. Für viele Schüler ist es wahrscheinlich schwierig, zur Musikschule zu kommen, wenn sie weit entfernt leben und es dort keinen öffentlichen Nahverkehr gibt oder sie sich das nicht leisten können oder es keine Eltern gibt, die sie hinbringen können. Gibt es sozusagen vor Ort ein Gebäude, wo Schüler hinkommen können und gibt es auch sozusagen Lehrer, die dann in die verschiedenen Dörfer gehen, um dort zu unterrichten oder wie habt ihr das organisiert?
Enrico
00:16:24
Also beide Vermutungen sind korrekt. Und zwar als Schule muss man einen Ort haben. Und die Schule hat 2016 mit zwei Räumen ausgeliehen aus einem Primary School, also einer Grundschule zuerst. Die Kinder von dieser Schule sind die ersten Kinder, die Jona, also Youth Orchestra of Namibia, besucht haben. Danach war natürlich das Bedürfnis, einen eigenen Ort mit eigenen Räumen natürlich immer größer geworden, weil die Schüler natürlich nicht nur aus der Schule kamen, sondern immer aus komplett verschiedenen Orten, die auch sehr weit waren. Und wir mussten einfach nur irgendwie ein Konzept entwickeln, Schülern zu ermöglichen, Musikunterricht zu haben, auch ohne so viel reisen zu müssen. Man kann wirklich nicht sagen reisen. Das Bussystem in Windhoek ist nicht existent. Also man fährt nur mit Taxis. Die sind sehr, sehr, sehr viele. Aber es kostet auch einiges. Die Möglichkeit bat sich ungefähr vor zwei, drei Jahren, die Hälfte von einem Boy Scout.
Mario
00:17:37
Pfadfinder, ja.
Enrico
00:17:38
Pfadfinder, ja. Abzuvermieten, also die Hälfte würde dann vermietet, würde renoviert und davon wurden dann Überräume gemacht, Klaviere wurden gekauft. Das Goethe-Institut hat auch die Schule unterstützt, um Instrumente aus Deutschland zu kaufen und hinfliegen zu lassen. Ich spreche nicht von betrachtlichen Summen. Ich spreche meistens nicht von 30 Geigen und 16 Celli. natürlich also nicht von Geigenbauer gebaut, weil dann sprechen wir von Summen, die unvorstellbar sind, aber natürlich, das Instrument, Schülerinstrument. Und Spenden sind auch regelmäßig gekommen, in Form von Instrumenten. Und das braucht man Platz. Man muss sich so vorstellen, also wir haben eine Zentrale, wo die Kinder, die reisen können oder die in der Nähe sind, kommen auch zum Unterricht. Und da finden zum Beispiel die Gruppen Unterricht für die älteren Schüler, die schon mehr Erfahrung haben. Es gibt eine ganz, ganz dichte Planung, wer in welchem Raum welchen Unterricht hat, mit welchem Lehrer. Und das findet jetzt, sagen wir so, zwischen 2 Uhr und 6 Uhr nachmittags jeden Tag. Außer natürlich Samstag und Sonntag. Das heißt, die Kinder nach der Schule, wenn sie fertig sind, kommen mit dem Taxi dahin. Und oft ist es so, dass ein Taxi für die Kinder, die es nicht können, wird auch bezahlt. Und andere Filialen sind so weit weg, dass wir gesagt haben, okay, wir bringen nicht die Kinder hierher, wir gehen zu den Kindern. Und deswegen war es unser Anliegen, auch in bestimmten anderen Nachmittagszentren, in Brennpunkten von Windhoek auch, dieses Angebot zu entwickeln und mit diesen Zentren in Zusammenarbeit ein Angebot zuerst mit nur Blockflöte zu entwickeln.
Mario
00:19:34
Welche Instrumente werden dann alles unterrichtet? Also sind das dann nur europäische Instrumente oder habt ihr auch, sagen wir, afrikanische Percussion-Instrumente oder afrikanische Flöten, was es dort so gibt, eben aus der nationalen Tradition, wird das dort auch gelehrt?
Enrico
00:19:56
Die Schule ist geboren zuerst durch die Vorstellung von europäischen Instrumenten. Ich muss auch zugeben, dass es mittlerweile auch sich in eine andere Richtung entwickeln soll. Weil man sieht einfach nur, der Zugang zur Musik ist da, der Bedarf ist da und die Literatur, namibische Literatur ist da, aber viel von dieser Literatur muss mit den originalen Instrumenten gespielt werden. Aber oft stoßen wir an Problemen, zum Beispiel, wer baut diese Instrumente? Es ist sehr schwer. Oft man weiß, wie sie sind, wie sie aussehen, aber es gibt keine Ansprechpartner. zum Beispiel eine Marimba zu bauen. Und wenn ich jetzt eine Marimba aus Deutschland bestelle, dann klingt das auch wirklich anders. Und deswegen sagen wir aus der Not zuerst, okay, wie sollen wir zuerst Instrumenten anbieten und wo sind die Lehrer? Was wir naheliegend haben, da ich jetzt aus einem kulturellen Background komme, das aus europäischen Instrumenten vorsieht, dann kamen natürlich Geigen, Bratschen, Celli, Dann haben wir Flöten, Oboe, Saxophon, Piano. Das sind ungefähr jetzt die Instrumente, die man lernen kann. Aber als Einstiegsmöglichkeit gibt es natürlich die Blockflöte. Und davon werden alle anderen Blasinstrumente danach empfohlen. Also wenn ein Kind eine bestimmte Stärke hat, dann werden wir ihm empfohlen, diesen Instrument zu probieren. Mit dem neuen Projekt, das wir vorgestoßen haben, wollten wir einen Schritt in die richtige Richtung machen. Das heißt, ein bisschen, sagen wir so, diesen klassischen Bereich verlassen, weil es ist einfach nicht vertretbar. Ich muss jedes Mal, dass ich irgendwie eine Entscheidung treffe, dann versuche ich mir die Verspiegelung ungefähr darzustellen. Und ich stelle mir vor, ich lebe in Italien und dann kommt eine Person aus China und versucht mir ein bestimmtes traditionelles chinesisches Instrument in einer Schule beizubringen und dann denke ich mir, warum? Und wenn er mir dann irgendwie eine ganz starke Argumentation zu mir sagen könnte, ja, darum, wenn du dieses Instrument kannst, dann kannst du das und das und das spielen. Aber gerade da für mich ist der Knackpunkt. Also wenn eine Schule so anfängt, es ist gut, es ist schön, dass die Stadt da ist. Und jetzt ist die Zeit auch, diese Schule als Tür zu den eher verlorenen Traditionen, die oft diese Kultur wegen unserer Präsenz verloren hat. Und das ist, ich glaube, gerade das eine unheimliche gute Möglichkeit, was zurückzugeben, das wir eigentlich in der Geschichte haben vergessen lassen.
Mario
00:22:56
Man darf ja da auch die koloniale Vergangenheit nicht vergessen in Namibia, gerade dass da eben die Deutschen seiner Zeit kamen und dann mit Gewalt irgendwo auch ihre nationale deutsche Kultur dort in das südliche Afrika bringen wollten. Das muss man ja immer im Hinterkopf haben, denke ich, wenn man jetzt mit Projekten, die sich an der europäischen Tradition orientieren, in ein afrikanisches Land kommt.
Enrico
00:23:24
Ich glaube, gerade das ist heutzutage sehr schwer vertretbar. Wenn man so ein Projekt machen möchte, man muss nicht nur blauäugig denken, das kann man natürlich Geige und Cello lernen, das ist einfach zu einfach. Und wenn man das, natürlich es ist so ergeben, trotzdem muss man das Ziel nicht vergessen. Und das Ziel ist eigentlich nicht Mozart und Tchaikovsky zu spielen. Das Ziel ist einfach nur eine bestimmte Identität zurückzugeben. Und wenn diese Identität durch diese Instrumente sich verwirklichen kann, gut. Aber wenn es nicht, dann müssen andere Instrumente her. Und man sieht einfach, die Tendenz ist oft so, es wurde mir auch nahegelegt, dass es oft zum Beispiel mit den Eltern, wir würden es sich so gern wünschen, dass diese Kinder zum Beispiel bei Hochzeiten, bei Trauerfeiern, bei Festlichkeiten in der Familie auch was spielen. Aber die Kinder, die können nicht Mozart in einer Familienfeier spielen. Das geht nicht. Die sollen ihre Lieder können, die sollen ihre Lieder wieder zurückgeben. Man muss sich vorstellen, die Omas und die Opas sind groß geworden eigentlich mit Musik. Dann kam die Zeit, wo diese Musik plötzlich nicht so aufführbar war und die klassische Musik war eigentlich, sagen wir, so negativ besetzt, weil es war die Musik von dem Besatzer. Und das muss man nie vergessen. Deswegen ist es wichtig, gerade jetzt mit dem Projekt Ein Märchen in Namibia, einfach was zurückzugeben, um zu zeigen, wir sind nicht da, um diese klassische Musik zu verbreiten. Wir sind da eigentlich, um mitzuhelfen, die Instrumente, die Tools einfach bereitzustellen, um was Neues zu schaffen, das nur den Kindern gehört und nicht uns.
Mario
00:25:27
Ja, und ich meine, die klassische Musik kann ja auch ein Angebot von ganz vielen sein.
Enrico
00:25:33
Absolut.
Mario
00:25:33
Also ich kann ja da einem Klavierschüler oder einer Klavierschülerin zeigen, pass mal auf. Also auf dem Klavier kann man die Appassionata spielen von Beethoven, das klingt so. Man kann da aber auch Jazz spielen, das klingt so. Und man kann natürlich auch eure nationale Musik dort spielen und das kann man dann so machen. dann sollen die Kinder eigentlich sich dann entscheiden, denke ich, zu gucken, wo möchten sie hin. Also welche Musik spricht sie jetzt besonders an?
Enrico
00:26:04
Absolut. Ich sehe einfach in jedem Genre Schönheit. Und das ist der Punkt. Wenn man einfach nur sich aus diesem Genre befreit und einfach nur Musik empfindet, die man selber berührt, dann ist die Schule, hat einen Sinn dann ist für sie da, ja natürlich es gibt Kinder, die brennen für klassische Musik ich habe letztlich in diesen zwei Wochen es gab ein Kind, der heißt Edlin und er wollte unbedingt ein Bruch-Violin-Konzert üben super also ich habe mich da gestellt im Raum mit ihm und habe gesagt, okay üben wir zusammen, kann ich dir was erzählen, wie man das macht und dann kamen immer mehr Kinder dazu und das war total lustig, weil Und jedes Kind kam durch die Tür rein, ganz leise. Und die anderen haben einfach nur die Finger auf den Mund gestellt und gesagt, Mr. Enrico is giving a masterclass. Das war so süß. Wenn das alles zur Verfügung steht, dann merkt ein Kind, dessen seine Schule besucht, das Reichtum, das ihm zur Verfügung steht. Und das ist für mich vertretbar.
Mario
00:27:20
Du bist ja dann 2018 wieder zurückgekommen nach Berlin, hast aber auch von hier aus dann versucht weiter diese Projekte ein bisschen zu betreuen. Und dann gab es sogar die erste Oper von Namibia, die dann dort produziert wurde. Kannst du etwas darüber erzählen?
Enrico
00:27:39
Ja, das ist eine unglaubliche Geschichte, weil damals, als wir mit der Deutschen Botschaft die Deutsche Namibische Woche gestalten wollten, wurde mich gefragt, ob ich was komponieren konnte, das ein bisschen zwischen unserer europäischen Tradition und der namibischen Tradition passt. was würde diese Mischung aussehen? Also diese deutschen namibischen Wochen waren eigentlich so dazu da, um den Austausch zwischen beiden Kulturen zu entwickeln. Und ich stand natürlich davon ganz große Aufgabe und dann habe ich mir einfach ein Buch von dem berühmtesten Volkslieder Namibias ausleihen lassen. Das war, du musst dir vorstellen Mario, so etwas wie die Gebrüder Grimm sind da durch den ganzen Land gegangen und die haben einfach diese Lieder aufgenommen in ihrer Sprache. Oft ist es einfach nur eine Seite mit zwei Zeilen und da steht ein Lied in der Sprache und unter die Übersetzung. Und dann habe ich dieses Buch wie eine kleine Schatztruhe einfach nur geblättert und drei Lieder ausgesucht und die, so wie man kann es sich vorstellen, wie Tchaikovsky oder wie andere Komponisten einfach diese Volkslieder eingebaut, aber natürlich in einem klassischen Rahmen. Ich hatte zum Beispiel verrückte Sachen, wie ein Damara-Lied im Stil von Haydn. Oder ein Herrero-Lied im Stil von Mendelssohn. Und da wurde Eslon gefragt, dieses Lied zu singen, weil er Herrero ist. Eslon Hindundu war bereit, das zu tun und das hat ihm ausgesprochen sehr gut gefallen, weil er gemerkt hat, Ich habe versucht, in dieser Komposition nicht das Lied zu entfremden, sondern einfach das Lied zu unterstützen. Und das war nicht, ich zeige, wie es schöner klingen könnte in dem klassischen Bereich, sondern ich zeige es, wie es einfach nur die Schönheit dieses Lied einfach zu Geltung kommt, wenn man auch andere Instrumenten unterstützt und unten benutzt. Und ich habe ein Video, und das ist ein Video wirklich sehr, sehr vielsagend, von der Mutter von Eslon. Sie saß einfach in der ersten Reihe und nach so einer Minute oder zwei hat sie angefangen mitzutanzen, so wie es natürlich sein müsste. Und dann habe ich gemerkt, das hat sich was getan. Zum ersten Mal ist die Musik, die eigentlich von dem Besatzer, eigentlich in Diensten von der Musik von Namibia geworden. Das ist nicht umgekehrt. Und Eslon wurde dann beeindruckt von dieser Art, von dieser Geste. Und er ist auch Komponist. Und bevor ich wegging, 2018, kam er zu mir und hat einfach gesagt, dass die Familie sieht nicht so, dass er eigentlich Musiker werden soll. Das meinten sie, das macht keinen Sinn in Namibia. Wo soll er sein Brot verdienen? Und ich habe ihm gesagt, wenn du Komponist wirst, ich kann mir nur Gutes vorstellen. Zwei Jahre später hat sich doch diese Entscheidung so verwirklicht. Bis dahin hat er sehr oft für Chor komponiert. Und dann hat er sich wirklich getraut, etwas zu machen. Wir haben lange gesprochen. Aber über dieses Projekt war wirklich seine eigene Idee. Und es wurde auch in Namibia zuerst aufgeführt.
Mario
00:31:05
Wurde das dann in diesem Theater aufgeführt, in Windhoek?
Enrico
00:31:10
Ja, korrekt. Das war, ich glaube, eine Premiere. Also das war nie ein Opera würde in diesem Theater vorgeführt. Und welches Orchester hat dann dort gespielt? Es gibt ein Orchester in Namibia, das eigentlich hauptsächlich als Laien, die Musik spielen, also sehr engagierte Laien, die sich oft treffen. Also es finden auch zwei Konzerte pro Saison statt. Zwei Konzerte. Und jetzt langsam wird es so sein, dass aus diesem Konzert auch namibische Musik gespielt wird, weil auch nach langer Arbeit die Schule, die Jona-Schule, kann zum ersten Mal die ersten Schüler auch in diesem Orchester reinfließen lassen. Und natürlich dann verschiebt sich auch ein bisschen diese Dynamik. Und das ist genau, was wir wollen. Wir wollen, dass das Orchester der Geschmack, der Gesellschaft verspiegelt und nicht ein Teil der Gesellschaft.
Mario
00:32:15
Ihr habt ja dann Peter und der Wolf aufgeführt von Prokofjev an 13 verschiedenen Schulen. Wie war das denn? Wie haben die Schülerinnen und Schüler das wahrgenommen?
Enrico
00:32:27
Ich muss sagen, ich bin so eine Person, wenn ich was organisiere, habe ich natürlich, versuche ich mir jedes Zeit zu sagen, Enrico hält die Erwartungen niedrig. Das ist zuerst ein Versuch. Man muss aber sagen, das war ein verrückter Versuch, weil das war mitten Corona-Zeit, das war März 2020. Und da sind wir, wir haben einen PCR-Test einen Tag vor dem Abflug gemacht und alle gebetet, dass wir alle negativ sind. Und dann hingeflogen, man muss sich vorstellen, jegliche Veranstaltung wurde abgesagt. Diese Kinder hatten monatelang nichts anderes aus, nur wenn überhaupt Unterricht. Alles andere ist ausgefallen. Und dann kamen wir und das war, ich glaube, das erste Angebot überhaupt, das seit Monaten da war. Man muss auch relativisieren, natürlich ist Peter und der Wolf mit unheimlichem Interesse begrüßt worden, aber ich muss auch sehen, dieser Kontext, das lag nicht nur an der Musik. Aber die Interesse war sehr groß und die Begeisterung von den Kindern. Also wir sind in Schulen angekommen, wo wirklich nicht übertrieben, ich habe die Videos auch, 1100 Schüler in einem Sport alle zusammen gequetscht wurden und wir kamen auf die Bühne und wir wurden gegrüßt wie eine Finale von einer Champions League. Also es gab wirklich die Lehrer mit den Pfeifen, mit den Trillerpfeifen, die benutzt wurden, um die Kinder einfach nur stillzuhalten, weil die waren nicht zu halten. Also der Sinn dieser Reise war zuerst überhaupt, weil die erste Phase eines größeren Projekts war überhaupt vorzustellen, was ein Instrument eigentlich darstellen kann. Die Schönheit, ein Instrument an sich, das nur eine Erzählung natürlich macht, die ist jetzt nicht unbedingt aus dem europäischen Raum, aber im russischen Raum damals war auch aus dem europäischen Kulturgut. Aber wenn man sich ganz konkret vorstellt, in Namibia gibt es weder Peter noch der Wolf. Deswegen war nur ein Versuch, einfach nur den Kindern was vorzustellen, eine Geschichte zu erzählen, um denen zu zeigen, was bedeutet, wie stärker diese Geschichte drüber kommt, wenn die Instrumenten dann auch das unterstützen. Das war die Idee und das war so überwältigend, dass wir innerhalb dieser zwei Wochen noch von anderen Schulen gefragt wurden. Natürlich, diese Musik ist dann mit uns wieder nach Europa zurückgekommen, ist nicht in Namibia geblieben. Das war natürlich, was ich mit diesem größeren Projekt vermeiden möchte. Ich wollte, dass es was durch diese Musik entsteht, eher ein Anstoß an Kreativität entsteht, wo wir sagen können, guck mal, das ist jetzt eine Geschichte, das sind Instrumente, die die Geschichte betonen. Wie wäre, wenn ihr als Kinder ein Märchen erfindet? Von ganz Neuem. Einfach nur aus namibischen Tieren. Und dann fragen wir Eslon, diese Geschichte zu vertonen. Und so zu schreiben, dass jedes Kind ein Instrument spielen kann, das spielen könnte. Dann würde diese Musik euch gehören. Würde hier bleiben. Hier bedeutet Namibia. und da würde es eigentlich ähnlich mal was Eigenes sein, das nicht mit irgendjemandem draußen zu tun hat. Das ist eure Geschichte. Deswegen war mir wichtig, dass ein namibischer Komponist das macht und deswegen war mir wichtig, dass in der zweiten Phase dieses Projekts auch die Schulen, die diese Pet und der Wolf gehört haben, auch ihre eigenen Märchen erfinden. Dass es nicht so etwas Importiertes ist, sozusagen, was dort musikalisch erarbeitet wird, sondern wirklich aus der eigenen Tradition des Landes entsteht. Korrekt. Und das natürlich hatte viele Schwierigkeiten. Wie erreicht man die Kinder? Wie macht man einen Workshop? Wie schreibt man ein Märchen? Als Kind muss man überhaupt wissen, was ein Märchen ist. Wir haben eine Lehrerin, eine Professorin aus der Universität gefunden, die mit Geschichtsschreibung spezialisiert waren, zwei Künstlerinnen auch gefunden. Und dieses Dreierteam ist in die Schulen gegangen und hat einen Workshop gemacht. Ich habe wunderschöne Videos, wo die Kinder zuerst versucht haben, Tiere selber darzustellen. Also körperlich oder mit der Bewegung. Das waren die ersten Spiele. Und dann ging es los mit der Erzählung. Und man merkt also, wenn man wirklich viele, viele Märchen liest, die geschrieben wurden, man merkt, wie viel Schmerz, wie viel Gewalt diese Kinder zu bearbeiten haben. Wie unmittelbar und wie präsent ist der Tod in ihrem Leben. Das ist einfach, plötzlich in einigen Geschichten, die enden so, ja und plötzlich waren alle tot. Punkt. Man merkt, wie viele gibt es in diesen Kindern, die noch einfach nur bewegen, wie viele Themen in ihrem Alltag sind, die ich als Person aus Berlin überhaupt mir nicht vorstellen kann. Und das war mein erstes Zeichen, dass die Richtung war die richtige. Und natürlich dann Eslon mit der Musik, als ich eine Geschichte aus dem geholt, wo er dachte, da kann ich wirklich was schreiben, musikalisch was auch bringen. Und diese Geschichte ist, am Anfang dachte ich mir, vielleicht zu einfach. Es geht um ein Dorf, der heißt Ochambarere, wo ein Löwe eine Art Schweinedorf schützt. Und man merkt sofort, warum als namibischen Kind man wählt, ein Schwein, statt einfach nur die tollsten Tiere, die da in Namibia sind, überhaupt nicht zu nennen. Weil diese Kinder, die kommen oft aus der Stadt nicht raus. Die haben keine Ahnung, was eine Giraffe ist. Und das war mir vorher nicht klar. Und viele Sachen, die man als selbstverständlich nimmt. Dann denkt er, die haben natürlich Wissen, was ein Gepard ist oder was ein Antilopen oder was ein Springbock. Nein, wenn man nur in dem Slums lebt und in die Schule geht, wozu sollen sie das wissen? Und das ist für mich genau dieses Zeichen, wie kann ich zum ersten Mal einfach zum Ausdruck bringen, einfach das Leben dieser Kinder, wie sie wirklich ist und nicht, wie wir uns das vorstellen, wie wir das hören wollen. Und es ist oft eine sehr leide, sehr präsente, sehr tiefe europäische Darstellung von Afrika, die wir überhaupt ändern müssen. Und diese Geschichte zum Beispiel, wenn man sieht, es ist eine ganz große Allegorie, diese Schweine sind nichts anderes als Nutztiere. Oft werden benutzt, um zu überleben. Es ist einfach die Allegorie von den Menschen. Und dieser Löwe, der dieses Dorf schützt, ist eine Art Allegorie von einfach die Natur duldet die Präsenz von den Menschen. In Namibia, die Menschen sind eine Minderheit. Die sind 2,4 Millionen in einem Land, das zweimal so groß ist. In Deutschland, man muss sich vorstellen, wenn man allein sein möchte in Namibia, man sieht wochenlang keinen Mensch. Aber man ist ausgesetzt in der Natur, die einfach ganz, ganz klare Gesetze hat. Wenn man die nicht respektiert, man isst einfach ein Filet, ein Stück Fleisch. Und das muss man sich klarstellen. Mir war es nicht klar. Als Europäer, hier, ich kann überall gehen, ich muss mich um nichts sorgen. Es ist ein Selbstmord, wenn man in Namibia am Abend in der Wüste joggen geht. Also das sind die Leoparden aktiv. Es gibt andere Tiere, die, gerade weil es etwas kühler wird, dann werden aktiver. und also solche Sachen und in dieser Geschichte, die kommen implizit ganz subtil rein. Und ich finde, das wird eine ganz schöne Art, auch für uns was Neues zu lernen, nicht nur für die Kinder die Möglichkeit sein, was Neues zu kreieren.
Mario
00:40:53
Das soll ja dann nächstes Jahr aufgeführt werden und ihr seid aber dieses Jahr im September, auch schon September 2024 hingefahren und wurde da jetzt dann geprobt sozusagen oder was habt ihr gemacht?
Enrico
00:41:09
Ja, mein Anliegen war zuerst, die Komposition einmal zu lesen, einfach damit die Kinder in Jona einen Eindruck haben, was für ein Stück ist. Wir haben das gemeinsam entdeckt und das ist auch ein schöner Prozess, weil wenn ich komme mit einer Komposition, die ich schon 20.000 Mal gespielt habe, dann ist es da wiederum schon eine total unausgeglichene Beziehung. Die Kinder haben keine Ahnung und ich habe Beethoven, Appassionata, kenne ich jeden Ton. Da nicht. Da mussten wir einmal zuerst die Noten sehen, verstehen, was der Komponist meinte. Wir haben den Komponist eingeladen, damit er auch zu den Kindern was erzählt, was meint er mit dieser Geschichte. Die Idee war in diesen zwei Wochen zuerst in zweier Gruppen. Also ein Pianist und eine Chorleiterin sind in eine Schule in Kalkrand gegangen, die in diesem Projekt sehr stark kooperiert und dann mit der Chorgruppe. Es gibt auch eine Chorpartie. Und einige Kollegen, Mitglieder von RSB und ich sind dann in die Schule gegangen und wir haben dann die Orchesterstimmen eingeübt. Und das letzte Wochenende haben wir uns getroffen, sind wir als Jona Kinder, wir haben alle möglichen Instrumenten in drei Busse eingepackt und so wie ein Konvoi zwei Stunden Richtung Süden in Kalkarand gefahren und in eine Farm in der Nähe von der Schule, von den Kindern, die die Chorpartie geprobt haben. Die Schule heißt O Momas. Dann auch die kompletten Abschnitte geprobt, wo Chor und Orchester zusammen sind. Das muss man auch erwähnen. Natürlich, dieses Projekt ist auch besonders, weil es wird nicht nur in Windhoek stattfinden, sondern es findet auch einen Ort, der komplett woanders ist und nur durch Zufall an diesem Projekt sich dann als Kooperationspartner entwickelt hat. Weil eine Organisation in Köln, die Pro Namibia Children heißt, verwaltet und sponsort eine Schule in der Wüste. Und wir haben gedacht, lass uns das kombinieren. Da kommt eine komplett andere Darstellung von benachteiligten Kindern, wo die Kinder von Windhoek fast als reiche aussehen. Und da war mir zum ersten Mal auch klar, wie viele Abstufungen von Benachteiligung gibt und wie viel die Kinder auch sich gegenseitig wahrnehmen. Weil das war für mich viel sagen, wie die beiden Gruppen sich zum ersten Mal getroffen haben. Und das ist auch eine ganz große Lehre, auch für die Kinder an sich, dass sie sich dann am Anfang so ein bisschen angeguckt haben aus der Ferne und dann durch die Proben, das durch Zusammenmusizieren, das war überhaupt selbstverständlich, dass sie zusammengehören.
Mario
00:44:16
Jetzt haben wir viel über die Projekte gesprochen. Wir haben ja auch ein paar Musikbeispiele hier. Ihr habt das Fagott als Instrument auch mitgenommen, weil es vor Ort, glaube ich, kein Fagott gab in der Musikschule, um den Kindern einfach mal dieses Instrument auch nahe zu bringen. Und die konnten das dann auch ausprobieren. Richtig? Dann hören wir doch da mal rein.
Enrico
00:44:46
Ja!
Mario
00:45:16
super ja da hat eine anscheinend seine GriffTechnik von der Blockflöte auf das Fagott übertragen können ja ist in Tonleiter ausschnitte es ist ja auch ziemlich deutlich zu hören was für fortschritte die Kinder gemacht haben wir haben da jetzt auch ausschnitte von der ersten und der zweiten Probe eines Stücks. Was ist das für ein Stück?
Enrico
00:45:48
Also was wir proben in diesen Ausschnitten, ist ein Ausschnitt, der heißt Ocaqueo und es ist ein Teil von dem Märchen, also von der Komposition von Eslo Indondo.
Mario
00:46:06
Und da spielen die Streicher dann?
Enrico
00:46:08
Ja, und Bläser auch, aber wir haben natürlich versucht, am Anfang alle Teile dieser Komposition separat zu üben, damit die Kinder sich zuerst als Gruppe wohlfühlen und dann immer mal wieder Gruppen zusammengesetzt. Also in dieser Okaqueo gibt es auch Bläser, aber zuerst dachten wir, lass uns mit dem Streicher anfangen.
Mario
00:46:34
Okay. * Musik *
Enrico
00:47:02
Ja, man merkt, dass die Kinder waren so, die ganze Komposition stand auf wackelnden Füßen, die haben es sehr gelesen, einige natürlich Pizz standen so ein bisschen quer dazwischen, aber das ist da das Prozess und ich glaube, was man wirklich schwer beschreiben kann, weil jetzt nur natürlich nur die Klänge hören, es war diese unheimliche Interesse, dass normalerweise ein Kind hat, wenn man zum ersten Mal eine Geschichte erzählt bekommt. Das ist eher dieser verlorene Blick nach vorne, wo man merkt, es fängt ein Kopfkino in diesen Kindern. Und die wissen, es geht um eine Geschichte und diese Geschichte lebt langsam auch in diesen Klängen drin. Und das kann man schwer hören, sollte man sehen.
Mario
00:47:53
Aber wir haben ein zweites Beispiel, da hören wir dann schon, dass da einiges an Probenarbeit stattgefunden hat. Musik
Mario
00:48:29
Das klingt doch schon deutlich koordiniert.
Enrico
00:48:39
Absolut. Und die Stimme, die im Hintergrund steht, das ist die Stimme von Eslon, der gerade an dem Tag eingeladen wurde, sich die Komposition zum ersten Mal anzuhören. Ich glaube, das war der erste Versuch, zusammenzuspielen, nachdem er den Kindern die ganze Geschichte erzählt hatte. Ja, man merkt sofort, wenn ein Bild entsteht und alle Kinder die gleiche Vorstellung haben, dann klingt natürlich so.
Mario
00:49:07
Wird das dann auch wieder in dem Theater aufgeführt in Windhoek?
Enrico
00:49:12
Ja, und zwar die Musikschule hat es vor, einmal pro Jahr oder wir werden sehen, je nach Finanzlage mal jedes zweites Jahr, eine Art Festival zu veranstalten. Dieser Festival findet zwischen Juni und Juli statt, wo alle Kinder, die ein Instrument spielen, nach Windhoek kommen können und zusammen einem großen Orchester teilhaben dürfen. Bis jetzt hat dieser Festival eine sehr, sehr, sehr gute Resonanz gehabt, wurde aber alt nur europäische Musik gespielt. Und das ist gerade, was wir zum ersten Mal wirklich ändern wollen und gerade die Wendung, die wir uns wünschen. Das heißt, die Hälfte von dem Konzert ist jetzt komplett namibische Musik. Und ich bin sehr gespannt dieses Jahr. Ich glaube, es wird eine sehr besondere Veranstaltung dieses Jahr, weil die Kinder natürlich, ich weiß es nicht, was sie erwarten. Vielleicht denken sie, sie werden wieder so Beethoven spielen. Werden sie aber dieses Mal nicht. Und natürlich, warum finde ich das so spannend? Weil ich habe Eslon auch gefragt und ihn gebeten, eine Klavierfassung und eine Perkussionfassung und auch eine Gitarrenfassung von diesem Märchen zu machen. Warum? Weil ich bin sicher, wenn diese Kinder dann wieder zurück in ihren Schülern, irgendwo in Namibia zurückkehren und Lust haben, diese Geschichte oder diese Märchen wieder zu spielen, da wird da kein Orchester garantiert sein. Und das wäre wieder für mich eine Niederlage. Warum soll ich was so Schönes vorstellen, dass sie dann die Kinder dann wieder zu sich genommen haben, aber nicht mehr reproduzieren dürfen? Und deswegen dachte ich, lass uns das so erschwinglich machen, dass jedes Kind, das in die Schule wieder geht und sagt, ey, ich habe im Juni so ein schönes Märchen gespielt, wollen wir das auch nicht hier spielen? Und genau das ist der Punkt, ich glaube, von einer Musikschule. Eine Musikschule ist ein Ort der Multiplikation, ein Ort der Wünsche. weil wenn man die Wünsche nicht halten kann, dann ist dieser Ort als ein bisschen der Ziel für mich verfehlt. Und wenn wir diesen Wunsch schaffen, dann sollen wir den Wunsch auch halten und den Kindern ermöglichen, in ihrer Schule mit einem Lehrer, der vielleicht nur eine Gitarre hat oder wenn man nur Perkussionen hat, aber die Stimme von den Kindern alle da sind, trotzdem diese Geschichte für sie zu spielen. Wie man sich vorstellen kann, es ist heutzutage eine wahnsinnige Herausforderung, dafür Finanzierungen und Sponsoren zu finden, weil seine Schule eine sehr unbeliebte Institution ist für Sponsoren. Das hat einen sehr langen Atem, das hat keine klaren Kanten, keine Ergebnisse, die man an einem bestimmten Datum liefern kann. Dafür versuche ich ständig auch irgendwie präsent zu zeigen, dass es vielleicht eine der vernünftigsten Investitionen, die man machen könnte.
Mario
00:52:14
Ja, welche Möglichkeiten gibt es denn jetzt euch bei diesem Projekt noch zu unterstützen? Also ich kann mir vorstellen, dass einige unserer Hörer das für so unterstützenswert halten, dass sie da gerne etwas spenden würden. Gibt es da ein Spendenkonto?
Enrico
00:52:30
Ja, also die Schule in der Internetseite hat ein Spendenkonto und das könnte auf jeden Fall langfristig helfen, weil oft ist es so, große Spender sind nicht eine langfristige Lösung für so eine Schule, weil oft werden nach ein paar Jahren die Gelder nicht mehr gegeben und eine Schule hat dann plötzlich ein Riesenloch, das zu stemmen ist. Und ich bin der Meinung, dass es viel, viel nützlicher ist, wenn eine Person zum Beispiel denkt, in der Zeit von Weihnachten statt Geschenke zu machen, einfach nur Musikunterricht zu spenden für so ein Kind und könnte ein wunderschönes Geschenk sein. Und die Schulen helfen sehr, sehr langfristig in Planung für diese Kinder zu etablieren. Ich glaube, private Menschen wollen auch wissen, ob man zum Beispiel einen Schüler gerne unterstützen möchte. Was sind seine Fortschritte, was sind seine Vorlieben, wo entwickelt sich seine Reise in der Musik, was macht er gerade. Und ich glaube, dieser persönliche Kontakt und dieser persönliche Engagement kann viel, viel, viel interessanter sein als ein Geschenk am Weihnachten, das auf dem Regal verstaubt.
Mario
00:53:52
Ja, wenn ihr gerne etwas spenden wollt für das Projekt, dann findet ihr dort die Kontaktinformationen, die Website in unseren Show Notes. Dann drücke ich euch auf jeden Fall die Daumen, dass das alles so gelingen wird nächstes Jahr, wie ihr euch das wünscht. Und ich danke ganz herzlich für dieses sehr informative und nette Gespräch.
Enrico
00:54:11
Danke Mario.
Mario
00:54:12
Ja, das war der RONDO-Podcast Notenköpfe mit dem Geiger Enrico Palascino. Wir freuen uns natürlich sehr, wenn ihr den Podcast abonniert, wenn ihr ein Like da lasst und falls ihr Fragen habt oder Anmerkungen, die sie gerne an uns schickt. Herzlichen Dank fürs Anhören und bis zum nächsten Mal.
Voiceover
00:54:42
„Notenköpfe“ ist ein Podcast von RONDO, dem Klassik und Jazzmagazin. Informationen zum Magazin und weitere spannende Themen aus der Welt von Klassik und Jazz gibt es auf rondomagazin.de. Redaktion und Moderation: Mario Felix Vogt. Ausführende Produzentin: Verena von der Golz. Aufnahme und Postproduktion: Robert Niemeyer. Musik: Markus Zierhofer. Musik

Feedback geben

Dir gefällt der Podcast und Du möchtest das mal loswerden? Du hast Tipps für neue Themen oder magst über den Inhalt bestimmter Folgen diskutieren? Dann wähle im Formular die jeweilige Episode aus und schreib uns eine Nachricht. Vielen Dank für Dein Feedback!

Mit einem Klick auf "Nachricht absenden" erklärst Du Dich damit einverstanden, dass wir Deine Daten zum Zwecke der Beantwortung Deiner Anfrage verarbeiten dürfen. Die Verarbeitung und der Versand Deiner Anfrage an uns erfolgt über den Server unseres Podcast-Hosters LetsCast.fm. Eine Weitergabe an Dritte findet nicht statt. Hier kannst Du die Datenschutzerklärung & Widerrufshinweise einsehen.

★★★★★

Gefällt Dir die Show?
Bewerte sie jetzt auf Apple Podcasts